Vegan-Woche 5: Soja-Chili für 3 Tage – Gefüllte & gebackene Süßkartoffel, Tortilla-Wrap und Chili mit Reis

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Hallo ihr Lieben,

diese Woche bin ich spät dran. Hier war wieder eine Menge los. Manchmal frage ich mich, ob das überhaupt jemals anders wird ?!? Und dann muss ich mich auch ehrlich fragen, ob ich das eigentlich so wirklich anders will…

Immer drei Projekte gleichzeitig, immer zu wenig Zeit und (fast) immer kurz vor knapp? So geht es hier seit Jahren, möchte ich sagen. Und es ist noch immer gut gegangen. Wenn ich dann mal kurz weniger zu tun hatte, war mir schnell langweilig. Wenn ich total ausgelastet war, war es mir auch immer wieder zuviel. Ich glaube, ich muss mir eingestehen, dass ich es womöglich genauso will 😉

Sonst hätte ich es längst geändert.

So wie heute führt das gewollte Chaos aber manchmal dazu, dass der für Donnerstag geplante Speiseplan-Rückblick erst Montag fertig wird. Irgendwie hätte ich das gerne anders. Irgendwie wäre das bestimmt auch anders gegangen. Irgendwie passt das aber auch zu mir 😉

Deshalb kommt heute mit Verspätung zusätzlich zum Speiseplan unserer fünften veganen Fastenwoche ein tolles Rezept für Chili aus Soja-Schnetzel, Kidney-Bohnen, Kichererbsen und Mais, das sich gleich für drei wunderbare Rezepte eignet und somit gleich drei Tage am Stück gegessen werden kann. Ausgezeichnet für besonders chaotische Wochen!

Der Speiseplan für die vegane Fastenwoche 5 sah so aus:

Donnerstag: Reste vom veganen Seitan-Gyros von Mittwoch

Freitag: Wir haben versucht ein Lieblings-Gericht mit Wirsing zu veganisieren. Das ist gehörig in die Hose gegangen 😦

Samstag: Wir feiern ein kleines Fest bei uns und rennen den ganzen Tag durchs Haus, um es auf Vordermann zu bringen. Zudem wird fleißig gebacken. Wir essen zwischendurch, was uns so in die Hände fällt.

Sonntag: Auswärts. Wir müssen feststellen, dass es zum Teil sogar eine Herausforderung darstellt auswärts vernünftig vegetarisch zu essen. Darüber muss ich wirklich den Kopf schütteln. Ein warmes vegetarisches Hauptgericht sollte doch wohl drin sein, oder?

Montag: gebackene & gefüllte Süßkartoffel mit Soja-Chili-Topping und Guacamole

Dienstag: Tortilla-Wraps mit Soja-Chili & Pfannengemüse

Mittwoch: Soja-Chili-Topf mit Reis

 

Und hier kommt das Rezept für drei Tage Chili-Genuss:

Mengen ungefähr für 2 Personen und 3 Tage

Gebackene & gefüllte Süßkartoffel mit Soja-Chili-Topping und Guacamole

1-2 Süßkartoffeln (je nach Hunger und Größe)

100g Soja-Schnetzel (z.b. von Davert)

Marinade aus:

150ml Brühe

20ml Tomatenketchup

1 EL Tomatenmark

1 TL Worcester(shire)sauce

1 TL Zucker

1/2 TL Rauchsalz

5 Tropfen Liquid Smoke

 

1,5 – 2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

Rapsöl

Rote Kidney-Bohnen

Kichererbsen

Dosen-Mais

200g Tomatenpassée

Salz, Cayennpfeffer zum Abschmecken

1 Handvoll Eisbergsalat, gewaschen, trocken geschleudert und in Streifen geschnitten

1,5 Avocados

Zitronensaft

1 Knoblauchzehe

Jalapenos-Scheiben, eingelegt

Am Vortag: ggf. Kidneybohnen und Kichererbsen über Nacht einweichen und am nächsten Tag weichkochen. Die Arbeit lohnt sich, wer aber (wie ich so oft) keine Zeit hat vorauszuplanen, der nimmt Hülsenfrüchte aus der Dose. Diese gut abbrausen.

  1. Backofen auf 200 °C Ober/Unterhitze vorheizen. Pro Person reicht eigentlich eine halbe Süßkartoffel. Bei großem Appetit oder auch der Optik beim Servieren halber kann auch eine ganze Süßkartoffel pro Person gerechnet werden. Optimaler Weise beim Einkauf berücksichtigen und kleinere Exemplare kaufen. Dann kann sich die Backzeit ggf. etwas verkürzen. Übriggebliebene gebackene Süßkartoffel schmeckt auch am nächsten Tag noch lecker kalt als Beilage.
  2. Süßkartoffel(n) im Ganzen mit Schale ca. 40 Minuten im Backofen backen.
  3. Sojaschnetzel in eine Schüssel geben, aus den angegebenen Zutaten eine Marinade rühren und die Sojaschnetzel damit übergießen. 15 Minuten ziehen lassen.  (Rauchsalz und Liquid Smoke helfen dabei den Geschmack von mit Fleisch zubereitetem Chili zu imitieren. Es können beide oder auch nur eine der Komponenten weggelassen werden. Ich habe beides online bestellt. Es lohnt sich beim Liquid Smoke zu recherchieren welches Produkt ohne Zusatzstoffe auskommt. Ich habe mich für Painmaker Liquid-Smoke Hickory entschieden. Wer mehr zum Thema Raucharoma wissen möchte: Es gibt einen informativen Artikel bei Wikipedia.)
  4. Zwiebeln und Knoblauch von der äußeren Schale befreien und fein würfeln. In 1 – 2 EL Rapsöl anschwitzen. Sojaschnetzel dazugeben und einige Minuten mitbraten. Kidneybohnen, Kichererbsen und Mais nach Geschmack hinzugeben. Bei mir waren es diesmal 1 Dose Kichererbsen und eine gleichgroße Dose Kidneybohnen. Dazu ca. eine gute Handvoll Mais. Tomatenpassée hinzugeben und alles gut umrühren.
  5. Bei niedriger Hitze köcheln lassen.
  6. Währenddessen eine schnelle Guacamole zubereiten. Hierzu gebe ich 1,5 Avocados mit einer grob gehackten Knoblauchzehe und einem guten Schuss Zitronensaft (ca. 1 EL) in den Multifunktionsaufsatz für meinen Pürierstab und lasse daraus in kurzer Zeit eine Creme werden. Das klappt auch mit einem Pürierstab und einer Schüssel und notfalls auch mit einer Gabel (dann muss aber die Knoblauchzehe durch eine Knoblauchpresse).
  7. Soja-Schnetzel-Chili mit Salz, Cayennepfeffer und nach Geschmack mit Liquid Smoke abschmecken. Ich gebe gerne auch noch einige Tropfen Tabasco dazu.
  8. Süßkartoffel aus dem Ofen nehmen, in der Mitte längs aufschneiden, mit Salat und Chili füllen. Guacamole und Jalapenos dazu reichen.

Guten Appetit!

 

Am Folge-Tag werden aus den Resten

Tortilla-Wraps mit Soja-Chili & Pfannengemüse

Neben den Resten vom Vortag (Chili und Guacamole) braucht ihr:

Tortilla-Wraps (gekauft oder selbst gemacht)

Ein paar Löffel Sojajoghurt

Limettensaft

Salz, Pfeffer zum Abschmecken

1 Handvoll Eisbergsalat, gewaschen, trocken geschleudert und in Streifen geschnitten

Jalapenos-Scheiben, eingelegt

1 Zucchini

1 Paprika

1 Knoblauchzehe

1/2 Zwiebel

Rapsöl

Ein paar Spritzer Worcester(shire)sauce

  1. Paprika und Zucchini putzen und in Rauten schneiden. Zwiebel schälen und in feine Halbringe schneiden.
  2. In 1 EL Rapsöl in einer Pfanne kräftig anbraten. Mit wenigen Tropfen Worcester(shire)sauce ablöschen. Beiseite stellen.
  3. Aus ein paar Löffeln Sojajoghurt mit etwas Limetten-Saft und Salz und Pfeffer eine helle Sauce anrühren.
  4. Soja-Chili vom Vortag erwärmen, ggf. erneut abschmecken.
  5. Tortilla-Wraps erwärmen.
  6. Wraps noch warm zur Hälfte mit heller Sauce, zur anderen Hälfte mit der Guacamole vom Vortag einstreichen. Mit Salat, Chili und Pfannengemüse belegen, nach Bedarf Jalapenos hinzugeben und zusammenrollen.

Guten Appetit!

An Tag Drei wird aus den Resten vom Chili

Chili-Topf mit Reis

Was ihr neben den Resten von Chili noch braucht hängt von Euch ab. Bei uns ist oft noch etwas vom Pfannengemüse über, das gebe ich direkt mit zum Chili. Falls ich Lust auf mehr Gemüse habe, brate ich nochmal eine Zucchini und eine Paprika mit einer halben Zwiebel an und gebe sie dazu. Oft gebe ich noch mehr Mais zum Chili. Auf jeden Fall braucht ihr:

Reis für zwei Personen, nach Packungsanweisung zubereiten.

Tomatenpassée (mindestens 200g, ich nehme meist den Rest aus der Packung von Tag 1, also 300 – 400g)

1.) Reis kochen.

2.) Chili erwärmen und Tomatenpassée hinzugeben. Auf niedriger Flamme köcheln lassen. Je nach der Menge, die noch übrig ist, und nach Geschmack z.B. Mais, gebratenes Gemüse oder noch mehr Hülsenfrüchte hinzugeben. Nochmal mit Gewürzen abschmecken. Diesmal darf das Chili eher die Konsistenz eine Eintopfs haben, also nach Bedarf noch eine halbe Tasse Wasser hinzugeben.

3.) In Schälchen servieren und Reis dazu reichen. Wer mag (und noch Avocados hat), der macht noch eine schnelle Guacamole oder reicht nochmal die restlichen Jalapenos.

Guten Appetit!

Puh! Zugegeben: Das war heute ein sehr langes Rezept! Dafür aber eins, das sich prima für eben drei Tage in Folge lohnt. Beim Schreiben ist mir nochmal aufgefallen, dass es sich hierbei um ein Rezept handelt bei dem viele Zutaten aus der Dose kommen (können) und das Gemüse aktuell auf keinen Fall Saison hat. Bei diesem Gericht machen wir da gerne eine Ausnahme, da wir sonst stark auf saisonale und regionale Lebensmittel zurückgreifen und uns auch bemühen nicht so viele Packungen und Dosen aufzumachen. Manchmal ist es aber sehr praktisch Zutaten auf Vorrat im Haus haben zu können und im Supermarkt nur noch schnell Avocado, Zucchini, Paprika und Süßkartoffeln in den Korb schmeißen zu müssen. Da brauche ich nicht viel denken. Das kann ich mir merken 🙂

Ein Wohlfühl-Rezept für Chaos-Wochen eben! Euch einen tollen Wochenstart!

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Ein Kommentar zu “Vegan-Woche 5: Soja-Chili für 3 Tage – Gefüllte & gebackene Süßkartoffel, Tortilla-Wrap und Chili mit Reis

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