Vegan-Woche 3: Selbstgemachte Mandelmilch & cremige Pasta mit Pfannengemüse

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Hallo ihr Lieben,

diese Woche ist es wieder passiert – genau wie letztes Jahr! Wir haben – ganz ohne es zu merken – den Dreh raus. Jetzt fällt es (bis auf den einen oder anderen Gedanken an den Lieblingsjoghurt) auf einmal leicht auf tierische Produkte zu verzichten. Wie genau das geklappt hat? Naja, so genau kann ich das nicht sagen. Irgendwie nebenbei. Eine gute Auswahl an veganen Lebensmitteln und leckeren Rezepten hilft bestimmt.

Dazu gehört besonders auch das heutige Rezept: eine cremige Pasta-Soße aus Mandelmilch und Blumenkohl verfeinert mit Pfannengemüse. Aus meiner Sicht der super Knaller! Gesund – tierproduktfrei und so lecker, dass ich sie sogar skeptischen Freunden und Verwandten auftischen würde 😉 . Na, wenn das mal was heißen soll!

Ich war und bin irgendwie schon immer etwas speziell gewesen, was Essen angeht. „Leksch“ sagt man hier. Wählerisch!

In meiner Familie kein Problem. Dann gab es halt das vom Gericht, was ich mochte. Nur Kartoffeln mit Soße? Kein Problem. Nur geraspelte Karotten mit Salatsoße und Brot? Bitte schön.

Also war ich irgendwie ja gar nicht speziell. Ich habe halt nur das gegessen, was ich wirklich mochte. Und das wußte ich schon immer ziemlich gut. Erst auswärts kam dann das Stirnrunzeln. So wurde ich fix zum „Vegetarier“. Das war zwar immer noch nicht total angesagt, ließ sich aber mit einem Wort erklären und stieß insgesamt auf etwas größeres Verständnis und galt nicht so sehr als persönliche, leicht egozentrische Kapriole.

Leider mochte ich aber nicht so gerne fade, ungewürzte Kost. Die Auswahl in Restaurants bestand oft aus irgendetwas „Mediterranem“, „Leichtem“. Das verstehe ich immer noch nicht. Ich esse aus irgendeinem Grund kein Fleisch. Deshalb mag ich nur vermeintlich kalorienreduzierte, „leichte“ und fade Gerichte? In den 2000ern im besten Fall Tomate Mozzarella und im schlechtesten geschmacklose Gemüselasagne? Immer und (fast) überall?

Nein! Ich mochte schon immer gerne Essen, das auch nach was schmeckt. Gerne darf es dabei gesund sein. Um so lieber wenn dafür keine tierischen Produkte verwendet wurden und die Zutaten aus nachhaltigem Anbau kommen. Aber schmecken soll es mir auch. Wir erinnern uns: ich bin ja wählerisch! Ich weiß was mir schmeckt und esse ungern Sachen, die ich nur gerade so genießbar finde. Genuss! Der darf nicht zu kurz kommen. Das war schon unbewusst mein Motto als Kind. Und ist es noch heute.

Wunderbar kann man heute alle möglichen tierischen Produkte ersetzen. Es gibt fast unendlich viele vegane Rezepte. Gerne auch dazu glutenfrei, paleo oder rohköstlich. Viele schmecken mir. Oft werden aber auch Rezepte angepriesen, die ich entweder gar nicht mag oder die so „gesund“ schmecken, dass ich sie lieber nicht meinen Freunden und der Familie servieren würde, um mir die Diskussion zu ersparen, was einem alles entgeht, wenn man so isst. Naja, und sind wir mal ehrlich: Eigentlich möchte ich solche Gerichte genauso wenig essen.

Ganz passend dazu, haben der Mann und ich uns zufällig Gedanken gemacht, welche Kriterien wohl auf die veganen Gerichte zutreffen, die es auch langfristig auf unseren Speiseplan schaffen werden. Und siehe da:

  1. Sie sollen schmecken!
  2. Und vermutlich werden es genau die Gerichte sein, bei denen man immer vergisst, dass sie ja vegan sind 😉 Weil man dieses Argument nicht braucht, um sie zu kochen. Und diese Gerichte bestehen dann häufig auch vor den noch so kritischsten Gästen.

So ein Rezept habe ich heute für Euch.

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Naja, und zu wissen was drin ist, ist ja auch immer fein. Deshalb habe ich mich nach einem Bericht über die „bösen“ Zusatzstoffe in Pflanzen“milch, daran gegeben Pflanzen“milch“ näher unter die Lupe zu nehmen und zum allerersten Mal eine selbst gemacht. Dazu der Mann beim Anblick einweichender Mandeln: „Ganz ehrlich jetzt?!? Das ist doch am Ende bestimmt teuerer die Mandelmilch selber zu machen! Bei dem Preis für die Mandeln! Das ist jetzt wirklich unnötig. “ 😉

Zwei Tage später (die selbstgemachte „Milch“ ist verbraucht, wir nutzen wieder Mandelmilch aus dem Laden). „Ohh! Ich habe mal die Tüten“milch“ probiert!“ „Und?“ „Da schmeckt „deine“ Mandelmilch ja um einiges besser! “

Lohnt sich also doch. 🙂

Hier kommt unser Speiseplan für die vegane Fastenwoche 3

Für Zwischendurch:

Smoothies aus dem Obst aus unserer Gemüsekiste mit einem Schuss der Pflanzenmilch, die gerade geöffnet im Kühlschrank steht und gefrorenen Erdbeeren aus der Tiefkühltruhe

Caroblade wie aus Gesund kochen ist Liebe

Donnerstag: Reste

Freitag: Der Mann macht selbstgemachte Pommes aus dem AirFryer mit Salat aus Winterpostelein

Samstag: Der Mann ist nicht da. Ich esse belegte Brote und Rohkost.

Sonntag: Nudeln mit Tomatensoße wie hier, aber mit Kokosmilch statt Sahne. Lecker!

Montag: Cremige Pasta mit Pfannengemüse

Dienstag: Der Mann macht nochmal selbstgemachte Pommes. Diesmal mit Rapunzel-Salat

Mittwoch: Es gibt schon wieder cremige Pasta aus Mandelmilch und Blumenkohl mit winterlichem Pfannengemüse. Die Soße ist ursprünglich inspiriert von SimpleVeganBlog, genauso wie die selbstgemachte Mandelmilch.

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Und hier kommen für Euch die Rezepte:

Juliettas selbstgemachte Mandel“milch“

Ihr braucht für 1 Liter

200g Mandeln (diese müssen in Wasser über Nacht und mindestens 12 Stunden einweichen)

1 Liter frisches Wasser

3 Datteln

1 Prise Salz

Ein Durchseih- oder Passiertuch (Käsetuch) oder einen Nussbeutel. So ein Tuch eignet sich für viele Vorgänge in der Küche und kann immer wieder verwendet werden. Ich möchte meins nicht missen! Geht aber notfalls auch mit einem sehr dünnen, sauberen Geschirrhandtuch.

  1. Die Mandeln in reichlich Wasser über Nacht und mindestens 12 Stunden einweichen.
  2. Mandeln abgießen und kurz abspülen, danach mit 1 Liter Wasser, einer Prise Salz und drei Datteln gründlich pürieren. Hierzu nutze ich meinen Standmixer. Probiert es sonst mit einer Küchenmaschine oder notfalls mit einem Pürierstab.
  3. Ruhig noch einige Minuten „ziehen“ lassen, danach portionsweise durch das Passiertuch gießen und in einem Behälter auffangen. Hierzu lege ich das Tuch in ein Küchensieb. Die übriggebliebene Mandel“pampe“ gründlich im Tuch zusammenpressen um noch möglichst viel Flüssigkeit herauszubekommen. Diese natürlich auch auffangen.
  4. „Milch“ in saubere Glasflaschen abfüllen. Ich würde nicht zu viel Milch auf einmal produzieren, weil sie nach meiner Erfahrung auch im Kühlschrank nicht länger als 2-3 Tage hält. Ich könnte mir vorstellen, dass sich die Haltbarkeit verlängern lässt,indem die Milch vor dem Abfüllen gut abgekocht wird. Das habe ich aber noch nicht ausprobiert. Wer damit Erfahrungen hat/macht – ich freue mich über einen Kommentar! Bei uns hält die „Milch“ sowieso nicht lange 😉 Zu lecker!

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Aus der selbstgemachte Mandelmilch und einem Blumenkohl könnt ihr direkt eine leckere Pastasauce zaubern, die toll schmeckt und sich auch perfekt eignet, um sie mit allerlei Gemüse zu kombinieren.

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Cremige Pasta mit winterlichem Pfannengemüse

Ihr braucht für eine große Portion (4-6 Personen):

500g Pasta nach Wahl 

500g Blumenkohl

700ml Mandelmilch

1 Zwiebel

5 Knoblauchzehen

1,5 EL Olivenöl

4 EL Hefeflocken

3 EL frisch gepressten Zitronensaft

Salz und weißen Pfeffer zum Abschmecken

Gemüse (z.B. 1 Bund Frühlingszwiebeln, 6 Möhren)

2 handvoll Austernpilze

Olivenöl zum Braten

Kräuter (z.B. 2-3 Zweige frischer Thymian, 1 Zweig frischer Rosmarin)

2 Knoblauchzehen

Worcester(shire)Sauce und Salz zum Abschmecken

  1. Zwiebel und 5 Knoblauchzehen abziehen und fein würfeln. In Olivenöl in einem Topf anschwitzen. Mit Mandelmilch ablöschen und zum Kochen bringen.  Derweil Blumenkohl putzen und hacken. In die Mandelmilch geben, salzen und pfeffern und 8 Minuten kochen lassen. Gelegentlich umrühren.
  2. Gemüse putzen: Frühlingszwiebeln diagonal in Stücke schneiden. Möhren schälen, längs vierteln und auch diagonal in Rauten schneiden. Pilze putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Kräuterzweige abbrausen. 2 Knoblauchzehen von der äußersten Schale befreien, mit der flachen Seite des Messers einmal kräftig andrücken und dann einmal teilen.
  3. Öl in einer Pfanne erhitzen, Kräuter, halbierte Knoblauchzehen und Gemüse hinzugeben und einige Minuten kräftig anbraten. Wenn das Gemüse eine schöne angeröstete Farbe hat, Hitzezufuhr reduzieren und bei niedriger Hitze noch ca. 5 Minuten weiter garen.
  4. Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung garen.
  5. Nach der Kochzeit Blumenkohl-Soße mit Hefeflocken und Zitronensaft einige Minuten gründlich pürieren. Auch hierfür nutze ich meinen Standmixer.
  6. Die vier halben Knoblauchzehen und die Kräuterzweige aus der Gemüsepfanne fischen und wegschmeißen. Pfannengemüse mit einigen Tropfen Worcester(shire)Sauce und Salz abschmecken.
  7. Nudeln portionsweise mit einer Kelle Blumenkohlsauce und einigen Löffeln Pfannengemüse anrichten.

Tipp: Wem es vor fragwürdigen Inhaltsstoffen in den vielen Worcester-Saucen graut (Farbstoff, Aroma und Co.): Im Bioladen habe ich eine Flasche ganz ohne solchen Quatsch gefunden. Notfalls könnte man auch mit Sojasauce (z.B. Tamari) würzen, schmeckt aber nicht ganz so fantastisch 🙂

Guten Appetit!

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3 Kommentare zu “Vegan-Woche 3: Selbstgemachte Mandelmilch & cremige Pasta mit Pfannengemüse

  1. Oje, ich hätte den Blog heute besser übersprungen. Ich bin nämlich gerade bei Fastentag Nr. 2 und der Appetit ist groooooß! Und jetzt noch größer, nach den leckeren Rezepten und Bildern 😉

  2. Ich esse auch so gerne vegan – genau so wie ihr 2: am besten gar nicht merken, dass es vegan ist und schon gar nicht krampfhaft auf tierfrei trimmen mittels irgendwelcher komischen gepressten Patties. Ich glaub, für Mandelmilch ist mein Mixer zu schwach, aber auch so wird die Pasta bestimmt mega lecker 🙂 Lg, Miriam

  3. Pingback: Vegan-Woche 4: Seitan-Gyros aus meinem Buch | julietta seasons

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