Julietta fliegt aus: von Hamburger Kirschkernen

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Hallo ihr Lieben!

Wir räumen und werkeln immer noch im neuen Heim. Während dessen vertilge ich bergeweise Kirschen. Und Erdbeeren. Und Aprikosen. Und Trauben …

Dieses Jahr nehme ich alles mit, was der saisonale Obstgarten zu bieten hat! Leider schaffen es die Früchte häufig nicht einmal bis in etwas, das man Gericht nennen könnte – geschweige denn zu einem Blog Beitrag taugt. Kaum gewaschen, schon verputzt. Übrig bleiben nur Kirschkerne! Und genau über die möchte ich heute schreiben.

Aber natürlich nicht über die langweiligen Kirschkerne aus meiner Küche. Nein, nein! Über Hamburger Kirschkerne, warum Marmelade keine Konfitüre ist und einen wunderschönen Tag im Norden mit netten Menschen. 

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Im Juni luden Leifheit & Diamantzucker zu einem wunderbaren Treffen unter dem Titel #mEingemachtes nach Hamburg ein, um eine nette Bloggerrunde zum Thema Marmelade – äh, nun ja – vor allem Konfitüre weiterzubilden. In der wunderbaren sturmfreien Bude mit sensationellem Alster-Blick hatten wir einen ausgesprochen entspannten, lehrreichen und leckeren Tag. Mittendrin durften wir in kleinen Gruppen Konfitüre, Fruchtaufstriche und Gelees kochen.

Und ich habe wirklich etwas gelernt! Es gibt nämlich keine Erdbeermarmelade. Jaja. Nur Erdbeer-Konfitüre.

Bei Marmelade muss der Fruchtanteil zu 100% aus Zitrusfrüchten bestehen und sie muss mindestens 55% Zuckeranteil haben. Sonst ist es keine Marmelade. 

Hat sie 55% Zuckeranteil und besteht z.B. aus Erdbeeren – dann ist es eine Konfitüre.

Weniger Zuckeranteil und egal welche Frucht – dann handelt es sich um einen Fruchtaufstrich

Und dann gibt es auch noch Gelee. Das besteht aus Fruchtsaft, nicht aus der ganzen Frucht. 

Das ist nur ein Bruchteil des Wissens, das Stefanie Scholz von Diamantzucker uns bei diesem Event mitgegeben hat, während wir genüsslich frühstückten. Besonders hilfreich finde ich auch ihre Tipps zur Fehlervermeidung:

Fruchtmenge immer genau wiegen. (Und das ist besonders schwer für mich. Normalerweise koche ich doch immer so pi mal Daumen)

Nur ganze Zuckerpackungen verwenden (weil nie 100%ig garantiert sein kann, dass das Pektin ganz gleichmäßig auf die Packung verteilt ist) und auf keinen Fall verschiedene Packungen (2:1, 3:1) mischen (ähöm…), denn jeder Gelierzucker enthält ein anderes Pektin mit unterschiedlichen Geliereigenschaften.

Kochzeit einhalten! Diese beginnt wenn die Masse so blubbert, dass sich das Blubbern nicht mehr einfach wegrühren lässt. Dann nicht mehr die Hitzezufuhr verringern.

Konfitüre mit Stückchen? Dann Obst vor dem Kochen 3-4 Stunden mit dem Zucker stehen lassen.

Und der allerbeste Tipp: Geliert die Konfitüre mal nicht richtig, kann es eventuell helfen Wasser hinzuzufügen. Das liegt daran, dass das Pektin im Gelierzucker bei einem bestimmten Zuckergehalt am Besten funktioniert. Falls bereits zuviel Wasser verdampft ist, kann der Zuckeranteil zu groß sein, z.B. weil es zu lange gekocht hat oder die Früchte selbst vor lauter Sonne viel Eigenzucker gebildet haben. (Aha!) Etwas Wasser kann das ausgleichen. Dies gilt insbesondere bei Zubereitungen mit Gelierzucker 2:1 oder 3:1.

Es muss übrigens nicht wie in Omas Zeiten noch ein Schuss Zitronensaft zum Obst. Das kann man bleiben lassen.

Ich hoffe ihr könnt beim nächsten Konfitürekochen etwas damit anfangen!

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Jetzt aber zu den Hamburger Kirschkernen! Auf dem Foto oben seht ihr so ein seltsames Gerät – meinen neuen Lieblings-Küchenhelfer für den Sommer. Damit kann man in einem solch rasanten Tempo Kirschen entsteinen, dass wir alle ganz aus dem Häuschen waren. Für unseren Kirsch-Ingwer-Aufstrich genau das, was wir brauchten.

Wir – das ist Gruppe 2: Mia von kochkarussell, Anita von olles Himmelsglitzerdings und ich. Wir durften drei tolle Rezepte kochen und hatten dabei eine Menge Spaß! Das Gerät ist der Cherrymat. Auch für Kirschkuchen bestimmt eine prima Hilfe und ganz nebenbei hat man fix genug Kerne für ein Kirschkernkissen zusammen.

Das wäre dann was für das nächste Jahr. Wenn dann erstmal unser kleiner Kirschbaum proppenvoll mit Kirschen hängt, dann kommt der Küchenhelfer so richtig zum Einsatz. Bis dahin vertilge ich die vielen Konfitüren-Gläser, die von unserem Kochvergnügen im Juni übrig geblieben sind. Und erinnert mich an einen schönen Tag in Hamburg mit tollen Menschen. ❤

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Macht’s gut!

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