Julietta backt in Veganien: Veganer „Käse“kuchen

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Hallo ihr Lieben,

kürzlich habe ich einen Ausflug nach Veganien gewagt. Und zwar nicht nur einen Ausflug auf eine kleine Insel, die weit vor Veganien im vegetarischen Meer liegt und nur zufällig vegan geraten ist – nein, nein! Ganz weit habe ich mich bis auf’s vegane Festland gewagt und es mit einer ernstzunehmenden Herausforderung aufgenommen. 😉 Zum runden Geburtstag einer meiner Tanten sollte es einen „Käse“kuchen geben! Das hatte ich mir in den Kopf gesetzt. Und alle Beiträge für’s Geburtstagsbuffet hatten nur eine Vorgabe – vegan sollten sie sein. Julietta – offensichtlich auf der Suche nach Herausforderungen – wählt diesen einen Klassiker der nicht-veganen Küche! Wie sollte der nur in vegan gelingen?!? Und dann auch noch schmecken ?!?!? Ihr werdet sehen, bzw. lesen…

Soviel kann ich Euch bereits verraten: Der Kuchen hat geschmeckt! Und zwar sogar so gut, dass ich nicht nur von meinen Cousins zur allerbesten „Käse“kuchenbäckerin gekürt wurde – nein, sogar so gut, dass der Mann, der sich bekannterweise sehr gerne absolut nicht vegan ernährt, in Erwägung zieht diesen Kuchen noch weitere Male herzustellen. Na, wenn das mal kein Lob ist!

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Bevor ich mich jetzt zu sehr mit fremden Lorbeeren schmücke: Das Ursprungs-Rezept stammt nicht von mir, sondern aus der Vegan-Ausgabe des Veggie Journals. Und es ist einfach wunderbar!

In Zukunft werde ich es aber vermutlich doch noch abwandeln, da ich die Herstellung eines Bodens aus veganen Schokokeksen doch etwas kostspielig finde. Alternativ zu dem Keksboden würde ich einen Mürbeteigboden backen. Ein Rezept für einen nicht-veganen Mürbeteig findet ihr hier. Mürbeteig lässt sich aber ziemlich leicht auch vegan herstellen (aus veganer Margarine, Mehl, Zucker und einem veganen Bindemittel, z.B. Banane). Es gibt sogar tolle glutenfreie Varianten. Sobald ich den Kuchen mit dem veganen Mürbeteig nachgebacken habe, ergänze ich das Rezept natürlich sofort für Euch.

Für einen großen veganen „Käse“kuchen  braucht ihr:

1,5kg Sojajoghurt

300 – 400g vegane Sprühsahne

300g gemischte, gefrohrene Beeren (falls ihr es ganz strickt haltet mit dem Beerengenuss im Winter, bzw. ohne, dann funktioniert der Kuchen bestimmt auch gut beerenfrei)

ca. 120g Zucker

15g Agar-Agar

4 Esslöffel Vanillezucker (bitte mit echter Vanille!)

3 Esslöffel Zitronensaft

400g vegane (Schoko)-Kekse

175g flüssige Margarine (ich nehme Alsan)

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Und so geht’s:

1.) Ein großes Sieb mit einem Tuch auslegen und in eine Schüssel stellen. Das ganze Gebilde sollte in den Kühlschrank passen. Ich habe mir mal so dünne Baumwolltücher zum Abseihen bestellt, es sollte aber auch jedes andere dünne Baumwolltuch einen guten Dienst tun. 1kg Sojajoghurt in das Sieb mit Tuch schütten und über Nacht gut abtropfen lassen. Wenn möglich währenddessen ein paar mal vorsichtig umrühren und bereits abgetropfte Flüssigkeit abgießen. Es entsteht durch das Abtropfen eine Art Soja-„Quark“.

2.) Zeitgleich 175g Margarine in einem kleinen Topf flüssig werden lassen. Die veganen Kekse kleinhacken. Ich nutze dafür meinen Hackaufsatz für den Pürierstab. In einer Schüssel die Keckskrümel mit der Margarine mischen. In einer großen mit Backpapier ausgelegten Springform (z.B. 26 oder 28 cm Durchmesser) den Boden gleichmäßig mit Keks-Margarine-Masse bedecken und ordentlich festdrücken. Im Kühlschrank kühlen.

3.) Am nächsten Tag: den restlichen Sojajoghurt (500g) in einem Topf zum Kochen bringen, Agar-Agar einstreuen und unterquirlen. Vorsicht! Der heiße Joghurt spritzt. Das ganze unter Rühren ca. 2 Minuten kochen, danach etwas abkühlen lassen. Lasst euch nicht davon abschrecken, dass das Agar-Agar nicht besonders appetitlich riecht. Das vergeht. Währenddessen den „Quark“ mit Zitronensaft, Vanillezucker und Zucker verrühren. Da die Sprühsahne auch süßlich schmeckt, habe ich erst etwas weniger Zucker (ca. 90g) zugegeben und später nochmal abgeschmeckt. Das warme Agar-Agar-Joghurt unter das süße Joghurt rühren und danach vorsichtig Sprühsahne unterheben. Die Masse abschmecken: Süß genug? Sahnig genug? Eventuell könnt ihr noch mehr Vanille oder Zitronensaft hinzufügen.

4.) Soja-Masse auf den Keksboden in die Springform geben. Die Tiefkühlbeeren in der Packung mit dem Nudelholz oder ähnlichen grob zerbröseln und dann bis auf eine Hand voll Beeren komplett in die Sojamasse geben und vorsichtig unterheben. Achtet auf eine gleichmäßige Verteilung. Sojamasse glattstreichen. Übrige Beeren oben auf die Sojamasse geben, nicht weiter unterheben.

Kuchen im Kühlschrank ca. 6 Stunden fest werden lassen.

Bon Appetit!

P.S. Vielleicht wart ihr zum Backen ja auch schonmal in Veganien und habt Lust mit mir Eure Expeditionsgeschichte zu teilen? Ich bin gespannt!

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4 Kommentare zu “Julietta backt in Veganien: Veganer „Käse“kuchen

  1. das sieht ja wirklich richtig lecker aus yummi. Den muss ich auch mal probieren. Ich hab mich bisher an Schoko-Muffins und Apfel-Streusel-kuchen versucht auch sehr lecker gewesen..hab nur keine Ahnung mehr, wo die Rezpete her waren, hatte ich von einer Kollegin geschickt bekommen :D. glg Franzi

  2. Liebe Julietta,

    ich hätte nie vermutet, dass dein Chessecake vegan ist – unglaublich! Unglaublich schön sind auch deine Bilder 😉

    Liebste Grüße,
    Maria

  3. So ein Käsekuchen steht auch noch auf meiner Probieren-Liste. Ich hab zwar jetzt seit einem Jahr (zwangsweise) viele vegane Rezepte ausporbiert (zu finden bei mir), aber an den Kuchen habe ich mich noch nicht gewagt, da die meisten Rezepte mit Seidentofu (find ich hier nirgends) oder Seitan (nicht glutenfrei) gemacht sind. Dein Rezept muss ich mir also auf jeden Fall mal merken 😀
    Liebe Grüße
    Romy

    ***
    Freue mich immer über Besucht:
    http://leichtlebig.wordpress.com

    • Liebe Romy,
      der Käsekuchen ist wirklich super! Ich persönlich mag nicht so gerne Kuchen mit Seidentofu – dieser Kuchen ist wirklich frisch und prima! Viel Spaß beim Ausprobieren! Und viele Grüße.

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