Quit playing games … – Quitten-Frust

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Hallo ihr Lieben,

die Quitte hat gerade Saison und ist ein eher unbekanntes Obst, so dass es ich dachte es sei eine tolle Idee ein Kilo Quitten zu kaufen, daraus Marmelade zu kochen und diese dann zu verbloggen. Tortzdem werdet ihr hier heute kein Rezept finden. Dafür schreibe ich heute über Quitten-Frust und meine kleine Blog-Familie.

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Die Quitte ist sieht ein bißchen aus wie eine Kreuzung aus Birne und Apfel, muss aber erst mühsam von ihrem bräunlichen Pelz befreit werden. Auf portugiesisch heißt sie Marmelo und hat mit diesem Namen unserer Marmelade ihren Namen gegeben.

Vielleicht erinnert ihr euch an meine gute Freundin Karen von unserem Do it yourself-Pasta Tag. Karen und ich wollten aus meinem Kilo Quitten und einem Kürbis eine Kürbis-Quitten-Marmelade kochen. Karen wappnete sich für den Kürbis und zerkleinerte das besonders harte Exemplar mit geübter Hand. Wir triumphierten bereits über die „mit-links“ erledigte Kürbiszerteilung und ahnten nicht, dass uns der widerspenstige Teil der Fruchtzubereitung noch bevorstand.

Während ich gemütlich den zerkleinerten Kürbis kochte und die Marmelade schon fertig in ihren Gläsern sah, hörte ich auf einmal lautes Gefluche vom Küchentisch. Es stellte sich heraus, dass die Quitten noch wesentlich härter waren als der Kürbis und sich ihr Inneres nicht so einfach mit dem Löffel entfernen ließ. Nach mehreren Minuten Kampf mit dem Kerngehäuse einer einzigen Quitten entschieden Karen und ich, dass sich die Überreste der Kerngehäuse bestimmt auch nach dem Weichkochen entfernen ließen und warfen – bereits ziemlich genervt – die halbierten Quitten mitsamt ihres Innenlebens in den Topf.

Also doch auch nach 40 Minuten Kochen, aus dem Topf zwar ein leckerer Geruch aufstieg, die Quitten aber weiterhin steinhart blieben – gaben wir auf. Es muss schon einiges passieren, damit Karen und ich ein Kochprojekt aufgeben. Aber die Quitten haben uns an diesem Tag geschafft.

Habt ihr bessere Quittenerfahrungen? Haben wir nur etwas falsch gemacht? Für mich ist das Kapitel Quitte auf jeden Fall erstmal abgeschlossen. Es warten noch viele andere Sorten Obst, bevor ich nochmal eine Quitte anfasse.

Die Niederlage kann uns aber nur kurz in die Knie zwingen. Karen und ich planen bereits neue Projekte, die wir mit euch teilen wollen! In der Zwischenzeit habe ich meine Über-Mich-Seite akutalisiert und Karen hat dort jetzt einen festen Platz. Auch die anderen Mitglieder meiner kleinen Blog-Familie, die hier regelmäßig auftauchen, stelle ich vor. Am Donnerstag kommt ein neuer Post mit Rezept – versprochen! Bis dahin alles Liebe,

macht’s gut!

Und lasst Euch nicht von den friedlichen Quitten-Bildern einlullen – Quitten sind ein fieses Obst!!! 😉

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12 Kommentare zu “Quit playing games … – Quitten-Frust

  1. Lasst euch nicht von den Quitten abschrecken. Ich entsafte die Quitten und koche daraus leckeres Gelee. Aber natürlich geht auch Marmelade. Ich hätte die auch mitsamt Kerngehäuse und Schale gegart und dann durch die Flotte Lotte gedreht. Aber ich glaube schon, dass sie ein wenig mehr als 40 Minuten Kochzeit brauchen, bis sie weich sind.
    LG Petra

    • Liebe Petra! Gut, dass Du Partei für die Quitten ergreifst. So doof, wie sie sich bei mir benommen haben, können sie ja gar nicht sein. 🙂
      Und wie machst Du das mit dem Entsaften? In einem Entsafter und dann roh? Oder vorher gegart? Ich freu mich über jedes Quittengeheimnis, damit ich vielleicht irgendwann nochmal einen Vorstoß wage. Liebe Grüße Julietta

  2. Wir haben einen Quittenbaum und kochen jedes Jahr Quittengelee. Am einfachsten ist es, die Quitten mit einem Kochschlagmesser (oder ähnliches großes Messer/Beil) klein zu hacken (halbieren dann vierteln und dann noch ca. 4 x durchschneiden) und im Dampfentsafter mit etwas Zucker zu entsaften und danach aus dem Saft Gelee zu kochen. 🙂

    • Liebe Lena,
      ohje, da hattest Du ja Quittenfrust von einer ganz anderen Sorte – aber mindestens genauso frustig! Jetzt bin ich ganz neugierig und muss mal schauen, ob ich noch Quitten bekomme und schnell noch Deinen Auflauf nachbacke – vielleicht dann ja ohne Frust. Verlinken darfst Du mich in einem so netten Beitrag natürlich gerne. 🙂 Viele Grüße, Julietta

  3. Hallo,
    wir hatten bestimmt 50 Jahre einen Birnenquittenbaum in der Familie. Meine Oma und meine Mutter haben ähnlich den Kommentaren vorher die Quitten geviertelt, über die Härte der Früchte geschimpft und aus dem Kochsaft Gelee gemacht.

    In den letzten Jahren habe auch ich mich daran versucht und stelle neben Gelee auch Marmelade mit dem Fruchtmark oder Quittenbrot her. Reife Früchte sind von unserem Baum eigentlich nicht so hart – das Anstrengende ist eher die Menge. Ich bürste die Früchte, zerteile sie dann mit einem scharfen Gemüsemesser in Viertel (das geht besser als mit einem Beil, da die Scheide dünner ist und besser die Frucht durchdringt.) Nach dem Kochen (ca.15-20 Minuten) lasse ich das Obst abkühlen und dann lässt sich ganz leicht die Schale abziehen und das Kerngehäuse lösen.

    Der Aufwand ist etwas höher als vielleicht bei Äpfeln, dafür ist das geschmackliche Endergebnis exquisit. Wissen sollte man, dass Quitten sehr sauer sind und man immer süßen sollte…

    Lieben Gruß
    Dora

    • Liebe Dora,

      vielen Dank für deine Quitten-Geheimnisse! So langsam fühle ich mit immer fitter den Früchtchen nächstes Jahr noch eine Chance zu geben.

      Liebe Grüße,
      Julietta

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