Drei Blogs, drei Kochlöffel und eine Tüte Amaranth

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Hallo ihr Lieben!

Endlich ist es wieder soweit. Die drei Kochlöffel von 1akitchen, carrotsforclaire und juliettaseasons haben sich erneut zusammengetan und für euch recherchiert, getestet, gekocht, gebacken und fotographiert!

Unser Thema diesmal: Amaranth – ein wahres Wunderkorn!

Und als wäre das nicht genug, gibt es dieses Mal eine ganze Beitragsreihe!

Denn wir möchten euch nicht nur einmal, sondern gleich zweimal mit Amaranth-Rezepten begeistern, so sehr hat es uns das Körnchen angetan. Also schnell Rezepte sichten und dann ab in den Bioladen oder ins Reformhaus und mit Amaranth eindecken. Aber Obacht – das Wunderkörnchen gibt es in zwei Varianten: In seiner ursprunglichen Form, dann sieht es aus wie Quinoa in ganz ganz klein und ist ungekocht steinhart oder als Popkorn, dann kann es auch ohne weitere Verarbeitung genossen werden, z.B. als Beigabe zum Müsli. Aber ich greife ja schon vor…

Heute gibt es für Euch: Porridge, Burger und Pancakes – und zwar allesamt aus Amaranth. Doch bevor es mit den Bildern und Rezepten losgeht, möchten wir Euch jetzt erstmal noch ein klein wenig über unser liebstes Wunderkorn erzählen. Dieses Pseudogetreide überzeugt nämlich mit ganz außergewöhnlich tollen Eigenschaften.

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Wie immer waren wir bei unserem Treffen nicht nur besonders fleißig – sonder hatten auch riesig Spaß! Vor allem das Fotographieren geht mit dreimal so vielen Händen und dreimal so viel Wissen und Ideen umso leichter von der Hand. Belohnt werdet ihr mit diesen wunderschönen Bildern von rieselndem Mohn, fleißigen Händen und fließendem Ahornsirup.

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Veronika von carrotsforclaire hat für uns und für euch einen hervorragenden Porridge gekocht. Super lecker und perfekt für zwischendurch oder zum Frühstück. Abgerundet wurde mit Chia-Marmelade, Schafsjoghurt und Mohn. Es lohnt sich also bei carrotsforclaire für das Rezept vorbeizuschauen!

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Ich bin dieses mal bepackt mit Sack und Pack in den hohen Norden gedüst, um meine zwei Lieblings-Kochlöffel mit Burgern zu verwöhnen! Die Patties habe ich am Vorabend zu Hause gebacken – das geht super im Backofen und die Patties schmecken mehrere Tage prima auf Burger, Brötchen oder auch mal so auf die Hand.

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Seitdem mein Mann und ich im Frühjahr in Tasmanien waren, mögen wir auf unseren Burgern neben sauren Gurken auch besonders gerne eingelegte Rote Beete, die werden dort nämlich regelmäßig auf Burger gelegt. Mein gebackener, eingelegter Blumenkohl passt auch hervorragend, deshalb kam er auch noch mit in die Tasche mit der ich mich auf den Weg zu meinen Kochlöffeln gemacht habe.

Ursprünglich wollten wir Kochlöffel uns entscheiden, welche saure Zutat die Burger zieren sollte. Schlussendlich landeten das Trio aus sauerer Gurke, Rote Beete und Blumenkohl geschlossen zwischen den Brötchenhälften. Lecker! Mit frischer Tomate, Babyspinat, Zwiebeln, Radieschen und einem Vollkornbrötchen erfüllte sich so, zumindest für mich, jeder Burgertraum. Die anderen beiden Kochlöffel schienen nicht minder begeistert zu sein. Sogar Veronikas Töchterchen hat den Burger nicht verschmäht – eine besondere Ehre für mich.

Falls ihr jetzt große Lust zum Nachbauen bekommen habt:

Hier kommt mein Rezept für die Amaranth-Patties. Meine Inspiration kommt von tartineandapronstrings – ich habe aber so einiges am Rezept verändert und in meiner Version kommen die Patties in den Backofen und nicht in die Pfanne. Ich habe sie auch einmal in der Pfanne zum Vergleich gebacken – dann sehen sie hübscher aus, schmecken aber weniger lecker, wie ich finde. Findet auch mein Mann. Um es also wie so mache Kosmetikstudie zu halten: 100% der Testpersonen (2 von 2 Testern) würden die Patties aus dem Backofen auch ihren Bloglesern empfehlen. 😉

Ihr braucht für eine Menge Patties (ca. 1,5 Backbleche voll)

250g Amaranth

60g Paniermehl (gerne auch glutenfrei)

30g geriebener Parmesan

2 gute Handvoll frischer Spinat

2 Knoblauchzehen

1 Zwiebel

1 Ei

1 TL Zitronenschale (von einer Bio-Zitrone)

Frische Petersilie (gewaschen und klein gehackt), Madras-Currypulver (optional), Salz, Pfeffer

1. Amaranth kochen. Meiner Erfahrung nach wird der Amaranth sehr schleimig, wenn man ihn mit der Menge Wasser kocht, die in vielen Packungsanleitungen angegeben wird (3-fache Menge Wasser). Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht die 2-fache Menge Wasser hinzuzugeben und erst, wenn das Wasser aufgesogen ist, aber die Kochzeit (siehe Packungsbeilage) noch nicht abgelaufen ist, oder er euch beim Testen noch sehr knackig vorkommt, tassenweise heißes Wasser nachzuschütten.

Damit erreiche ich gekochten Amaranth, der eher reißend vom Löffel fällt, als zu flüssig zu sein.

2. In der Zwischenzeit: Backofen vorheizen auf ca. 180 °C Umluft. Zwiebel schälen und fein hacken, Knoblauch schälen und pressen oder fein hacken. Ggf. Parmesan reiben und Petersilie hacken. Zitronenschale reiben. Zwiebeln in der Pfanne in etwas Öl anbraten/anschwitzen. Knoblauch und Madraspulver kurz hinzugeben, umrühren. Dann Spinat zu den Zwiebeln in die Pfanne geben und immer wieder umrühren bis der Spinat zusammengefallen ist. Topf vom Herd nehmen.

3. Amaranth mit Spinatmischung vermengen, Zitronenschale und die Hälfte des Parmesans untermengen. Salzen und Pfeffern. Ich schmecke die Mischung gerne ab bevor ich das Ei hinzugebe. Schließlich das Ei hinzugeben und alles gut vermischen, etwas abkühlen lassen.

4. Paniermehl, gehackte Petersilie und restlichen Parmesan in einem Schüsselchen vermischen. Backblech mit Backpapier belegen und bereitstellen. Portionsweise etwas Amaranthmischung (ca. ein gut gehäufter Esslöffel – oder je nach Geschmack) in der Paniermehlmischung wenden. Das ist leider eine matschige Angelegenheit. Hier am Besten nicht verzagen, nach kurzer Zeit habt ihr den Dreh raus! Leicht panierte Amaranthmischung direkt auf ein Backblech werfen und dort vorsichtig in Patty-Form drücken. Dies solange wiederholen bis das Backblech voll oder die Amaranthschüssel leer ist. Wichtig: Ohne Panieren geht es nicht! Das habe ich einmal vergessen und musste alles wegwerfen. 😦

5. Im Backofen ca. 30 Minuten backen. Mir ist jetzt schon mehrmals aufgefallen, dass mein Backofen wohl eher warm ist und meine Backzeiten eventuell für euch zu kurz sein könnten. Ich backe ohnehin indem ich häufig in meinen Backofen gucke und mal fühle und schaue wie weit das Backgut schon ist. Bei den Patties ist es gut sie zwischendurch, ca. nach 15 Minuten zu wenden. Dazu habe ich einen Pfannenwender benutzt. Die Patties sind gut, wenn sie goldbraun geworden sind und etwas fester, also gut zusammenhalten. Dann aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen oder direkt auf die Burgerbrötchen geben.

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Um daraus Burger zu machen, nehme ich:

Sesam-Vollkorn-Brötchen vom Biobäcker

Babyspinat

Zwiebeln (in Ringe geschnitten)

saure Gurkescheiben

Tomaten (in Scheiben geschnitten)

Radieschen (in Scheiben geschnitten)

eingelegte Rote Beete (in Scheiben)

eingelegter, gebackener Blumenkohl

Senf, Tomatenketchup (gerne auch welchen, der mit Apfelmus, statt mit Zucker arbeitet), Avocado

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Zum Nachtisch hat uns meine Bloggerfreundin von 1akitchen mit Pancakes verwöhnt! Ganz schön vielseitig unser Wunderkorn – findet ihr nicht? Die Pancakes eignen sich natürlich auch zum Frühstück oder für zwischendurch. Wer also schon immermal sein Pancakerezept optimieren wollte und auch alle anderen sollte auf jeden Fall bei 1akitchen vorbeischauen, um das Rezept zu ergattern. Jetzt könnt ihr euch aber erstmal visuell von den schönen Bildern Appetit machen lassen.

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Macht’s gut ihr Lieben.

3 Kommentare zu “Drei Blogs, drei Kochlöffel und eine Tüte Amaranth

  1. Pingback: Drei Kochlöffel und eine Handvoll Amaranth - Teil 1 | 1a kitchen1a kitchen

  2. Pingback: Drei Blogs, drei Kochlöffel und noch mehr Amaranth | julietta seasons

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