Karfreitag – münsterländer Struwen

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Karfreitag!

Schon am Mittwoch rieche ich im Supermarkt ganz verliebt am Hefewürfel. Mein Mann guckt mir dabei zu und schmunzelt. So ist das mit mir und der frischen Hefe. Ich kann gar nicht genug davon bekommen, wie gut sie riecht. Meinen lachenden Mann erinnert der Geruch an Bier. Mich an Struwen.

Im Münsterland gibt es an Karfreitag traditionell Struwen, ein Hefegebäck mit Rosinen. DAS Fastenessen schlecht hin, jetzt mal westfälisch traditionell gedacht. Westfälisch modern gedacht hat so ein leicht süßes Weizenmehlgebäck in Fett ausgebacken mit Fasten eher nicht so viel zu tun. Da würden wir vermutlich alle eher an Vollkornmehl oder Hülsenfrüchte oder Rohkost denken.  In der Vergangenheit ging es an Karfreitag aber vor allem darum kein Fleisch zu essen und  es einfach zu halten. Struwen sind sowohl einfach, mit wenig Zucker, aber auch sättigend und kostengünstig herzustellen. Ein ideales Fastenessen.

Zudem sind sie unglaublich lecker! Und es gibt sie in meiner Familie nur an diesem einen Tag im Jahr. Heute möchte ich mit euch das Rezept teilen. Solltet ihr jetzt unglaublich Lust auf Hefepfannkuchen bekommen haben, aber keine frische Hefe im Kühlschrank, dann ist es bestimmt auch ok mal einen Struwen am Karsamstag zu backen, wenn die Geschäfte angehende Bäcker wieder mit Hefe versorgen. 😉

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Für eine große Protion westfälische Struwen (mindestens für 4 Personen) braucht ihr:

500g Weizenmehl (Ich habe heute 100g durch helles Dinkelmehl ersetzt, das hat auch super geschmeckt)

1 Päckchen frische Hefe aus der Kühltheke (meistens 45g)

80g Zucker (so werden die Struwen nur ganz wenig süß)

ca. 80g Butter Zimmertemperatur (ich habe heute 1,5 EL Butterschmalz genommen)

Butterschmalz zum backen

3 Eier

1 TL Salz

ca. 200 g Rosinen (ich nehme am liebsten Sultaninen, die sind schön hell)

Milch (mindestens 500ml eher mehr)

0,38 Liter Milch erwärmen und mit dem Finger die Temperatur testen. Die Milch sollte schön wohlig warm sein, aber nicht heiß. Den Hefewürfel in die warme Milch bröseln, mit einem Trockentuch zudecken und mindestens 20 Minunten ruhen lassen.

In einer richtig großen Schüssel Mehl mit Zucker, Salz und Rosinen vermischen. Die Eier, Butter und die Hefemilch zugeben und mit einem Holzlöffel ordentlich verrühren.  Der Teig verdoppelt ungefähr seine Größe, deshalb muss die Schüssel wirklich groß sein. Mit einem Trockentuch zudecken und an einen warmen Ort stellen. Heute war das in der Sonne am Fenster. Zimmertemperatur reicht, es sollte nur nicht zu kalt und zugig sein. Jetzt die Hefe 1 – 1,5 Stunden in Ruhe lassen.

Nach der langen Wartezeit vorsichtig durchrühren und solange Milch unterrühren bis eine langsam gießbare Konsistenz erreicht ist.

In einer Pfanne ein wenig Butterschmalz erhitzen und faustgroße Kleckse Hefeteig darin verteilen. Sobald oben Blasen zu erkennen sind, Struwen wenden.

Lecker!

Ich wünsche Euch einen schönen Karfreitag und viel Vorfreude auf Ostern.

Macht’s gut.

 

3 Kommentare zu “Karfreitag – münsterländer Struwen

  1. Pingback: Saisonkalender April & Rückblick auf eine vegane Fastenzeit | julietta seasons

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