Mein gesundes BananaBread

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Ich bin ganz aufgeregt! Jetzt ist es endlich fertig mein Rezept für das angekündigte BananaBread!

Und mein Mann und ich finden es ganz herrlich. Wir haben bereits zwei komplette Brote verspeist. Wie ihr ja wisst, herrscht bei uns gerade Fastenzeit und das bedeutet vor allem achtsames Essen, aber für die kommenden Wochen bis Ostern auch ein NEIN zu Süßigkeiten.

Gott sei Dank für das BananaBread, kann ich da nur sagen! Durch seine dezente Süße (und für mich vor allem durch die Konsistenz!) lässt es direkt allen Süßigkeiten-Heißhunger verschwinden. Ein bisschen tricksen muss ich aber: Ohne eine achtsame Portionierung geht es gerade nicht. Wenn ich mir nicht selber auf die Finger schaue, könnte ich das halbte Brot in Null komma Nichts verdrücken, so lecker ist es. Wäre wahrscheinlich auch nicht schlimm, würde dann aber den Verzichts-Aspekt des Fastens ein wenig untergraben, was mein ihr? 😉

Jedenfalls bin ich total verliebt!

Naja, jetzt sagt ihr bestimmt: BananaBread ist aber eigentlich Kuchen! Wie soll das denn bitte gesund sein und wie bitte passt das in eure Fastenzeit?

Ihr habt ja recht! Normalerweise ist BananaBread Kuchen: süß und fettig und himmlisch! Aber nicht dieses hier. Mein BananaBread ist auch himmlisch, aber voll mit vielen guten Sachen.

Ich möchte sowieso noch ein paar Worte zu den Zutaten verlieren. Es ist euch bestimmt aufgefallen, dass ich in den vergangenen Wochen immer wieder von meinem zentralen Blog-Thema saisonale Ernährung abgekommen bin und stattdessen gebacken habe – ganz ohne Gemüse. Und jetzt schon wieder ?!? Also Grünkohl ist nun nicht gerade im Rezept zu finden… Ist mir auch schon aufgefallen. 😦

Dann hat mich ein Beitrag einer befreundeten Bloggerin auf Facebook darauf gebracht! Karin von Lisbeths machte darauf aufmerksam, dass schon wieder viele frische Beeren als Deko auf Backblogs zu sehen sind und diese ja nun gar keine Saison haben.  Ja genau! dachte ich. Trotzdem findet ihr mich hin und wieder auch im Supermarkt, wie ich mit leuchtenden Augen so gar nicht heimisches und beim Besten Willen nicht regionales Obst bestaune und mir das Wasser im Munde zusammenläuft (meistens kauf ich’s übrigens nicht). Lange Rede, kurzer Sinn: Der Winter war lang!!!! Und das Münsterland hatte nur eine beschränkte Auswahl an Obst, Salat und Gemüse zur Auswahl. Und ich habe es satt! So nun ist es raus. Es ist wie mit den wundervollen Sonnenstunden in den letzten Tagen – ich bin mal wieder vom Winter wie ausgehungert, da konnte er noch so schön sein. Gibt man mir einen Tag mit Sonnenschein und 20 °C, bin ich vor Entzückung nicht zu halten!

Mit Obst und Gemüse ist es da aber nicht, wie mit dem Wetter dieses Jahr. Wir müssen uns noch gedulden! Und mit Geduld habe ich es nicht so. Trotzdem will ich durchhalten. Also lege ich die Erdbeeren tapfer wieder zurück ins Regal. Es ist ja besonders gemein, wenn die dann auch noch vor meiner Nase liegen… Leichter wäre es, wenn ich im Winter einfach keine Erdbeeren sehen würde. Aber, von Neuem, lege ich sie zurück ins Regal.

Alternativ backe ich! Ich meine, wer soll denn dann im Sommer, bei der riesen Auswahl an regionalen Köstlichkeiten, noch Zeit zum Backen haben? Vielleicht gerade noch für Erdbeerkuchen… Deshalb gibt es in der restlichen entbehrungsreichen Winter und Frühfrühlingszeit meine Backgeheimnisse, natürlich nur die ohne Erdbeer und Co.!

Bananen haben übrigens das ganze Jahr Saison. Nur regional sind sie nicht zu haben. 😦  Südfrucht eben.

Jetzt wird’s aber langsam Zeit für’s Rezept.

Nur kurz noch: Australisches Rezept – CUP als Maßeinheit. Ist doch klar, oder? Als Hilfe für Euch kommen hier Umrechnungshinweise in Form eines Fotos meiner tollen CupMaßbecher mit denen Backen sehr viel Freude macht. Solltet ihr die kleinen Zahlen auf den Griffen nicht lesen können, kommen die Milliliter-Angaben direkt unterm Bild nochmal.

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1 CUP 240 ml, 1/2 CUP 120 ml, 1/3 CUP 80 ml

Für Juliettas gesundes BananaBread nehme man:

Backofen vorheizen auf ca. 175 °C Umluft

Feuchte Zutaten:

1 CUP Bananenbei, randvoll (Bei mir waren es 4 Bananen. Kauft schön reife Bananen, dann wird das Brot süßer. Ich stampfe sie mit einem Kartoffelstampfer zu Brei)

2 EL Ahornsirup (Klasse A)

3/4 CUP Apfelmus (ungesüßt, dann eventuell einen Löffel mehr Ahornsirup oder ganz leicht gesüßt)

1 Ei

1/2 CUP Flüssigkeit (ich nehme Buttermilch, es geht aber bestimmt auch jede andere Alternative. Man beachte: Je mehr Fettgehalt, desto gehaltvoller wird das Brot. Dann nach Geschmack mit weniger Öl arbeiten)

maximal 1/4 CUP neutrales Öl (kann auch ganz weggelassen werden, dann wird das Brot mehr „brotig“, weniger „kuchig“, beim nächsten Mal nehme ich wahrscheinlich zwischen 1/6 und 1/8 CUP Öl)

Trockene Zutaten:

1 CUP helles Dinkelmehl

1/2 CUP Dinkelvollkornmehl

1 CUP Haferflocken (ich nehme gemischte Flocken mit Dinkel und Hafer und zerkleinere diese noch etwas feiner in meiner Miniküchenmaschine)

2 1/2 TL Weinstein Biobackpulver

3/4 TL Salz

Nach Belieben verfeinern mit frischer Vanille und Zimt. Ich nehme mindestens 1 TL gemahlenen Zimt, eher 1 1/2 TL und 1 TL gemahlene Bourbonvanille aus dem Tütchen. Wahrscheinlich würde das Mark einer Vanilleschote ausreichen. Geht da am Besten nach eurem persönlichen Geschmack vor. Die Banane verträgt aber einiges an Verfeinerung.

Zubereitung:

Feuchte Zutaten in einer Schüssel vermischen, trockene Zutaten in einer zweiten Schüssel vermischen und dann alle Zutaten zusammenfügen, kurz vermengen. In eine gefettete Kastenform geben und ca. 30 Minuten backen. Auf jeden Fall den Piekstest machen! Ich nehme immer einen Rouladenpiekser aus Metall und steche an mehreren, v.a. dicken Stellen in das Brot. Sobald kein klebriger, flüssiger Teig mehr am Piekser kleben bleibt, ist das Brot innen gebacken. Meiner Erfahrung nach sollte das nach 30 Minuten gegeben sein, probiert es aber lieber aus. Etwas länger schadet wahrscheinlich nicht, jedoch möchte ich nicht, dass die Kruste anfängt deutlich dunkler zu werden. Nach 15 Minuten schneide ich einmal mit einem scharfen Messer längst in der Mitte über den Teig, damit das Brot schön gleichmäßig aufgeht.

Wenn das Brot fertig ist: Raus aus dem Backofen und in der Form komplett abkühlen lassen. Am Besten schmeckt das BananaBread nach mehreren Stunden Rumliegen. Also, gerne am Vortag backen. Wir essen an einem BananaBread zu zweit locker 3 – 4 Tage. In dieser Zeit liegt es einfach auf seinem Teller und wird immer süßer und bleibt schön saftig! Das liegt an den Bananen. Bananen enthalten unterschiedliche Arten von Zucker. In Backwaren scheinen diese ihre volle Süße erst nach einiger Zeit zu entwickeln. Na, das ist doch mal was! Kuchen der beim Rumliegen immer besser wird. Was will man mehr? Und gesund ist er auch noch mit wenig Zucker, wenig Fett und tollen Zutaten. Himmlisch!

Macht’s gut.

Julietta

15 Kommentare zu “Mein gesundes BananaBread

  1. Liebe Juliette,

    ein sehr schöner Beitrag. Und hey: Jeder wie er mag, jeder wie er möchte! Die Einzige die vor Juni keine Erdbeeren posten darf bin ich 🙂 Es ist einfach traurig Himbeeren im Februar oder Erdbeeren die innen noch grün sind zu sehen- passt irgendwie nicht. Aber, ich kann es verstehen wenn die Sonne scheint und die Regale voll sind davon 😉
    Hab du eine schöne Zeit und liebe Grüße

    Karin

    • Liebe Karin!
      danke für den netten Kommentar! Ich denke ein bisschen kann ich noch aushalten mit den Erdbeeren 😉
      Ich hab mich so gefreut, zu sehen, dass Du dieses Thema angesprochen hast. Gerade in der Backwelt spielen Früchte ja das ganze Jahr eine große Rolle.
      Ganz lieben Gruß zurück,
      Julietta

      • Ja, ich weiß genau was du meinst! Ich war heute einkaufen und die Regale quellen über mit No Season Früchten. Ich kauf das nicht. Fertig. Ich würde mich ganz doll freuen wenn du bei meinem Tatort Event mitmachen würdest {today new post} bist du eigentlich zurück?? Liebe Grüße, Karin

  2. Ja, ich bin wieder da! Jetzt sind erstmal total viele Veränderungen für den Blog geplant – ein vernünftiges Logo soll her und noch so Einiges mehr. Alles viel Arbeit 😉 Mal sehen, wie lang ich brauche. Jetzt les ich erstmal schnell was es mit dem Tatort Event auf sich hat. Lieben Gruß!!!!

  3. Ich habe auch gedacht – Brot und Fasten.Aber das klingt wirklich toll. Bei mir ist es schrecklich, wenn ich fasten will, klappt es nicht. Sonst kann ich gut auf Süßes verzichten, aber nein, nicht in der Fastenzeit. Ich werde das Rezept ausdrucken und testen 🙂 VG Kerstin

  4. Julietta!!! Endlich bist du zurück und oh Schande, ich hab dich zwischendurch gar nicht hier besucht. Dabei ist so viel gepostet worden!
    Dein Bananenbrot klingt super aber ich bin auch gespannt, was die Erdbeersaison bei dir bringt 😉
    Ich drück dich virtuell!!

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  8. Gestern gebacken und heute ist schon die Hälfte aufgemampft. 🙂 Ich habe mit Roggen statt Flocken und komplett ohne Öl gearbeitet. Allerdings habe ich zwei Eier genommen, 200g Apfelmus (weil ich keine Lust hatte, dass in den Cup zu füllen, also einfach nach Gefühl).
    Tolle Konsistenz, sehr saftig. Vielen Dank für diese Rezeptanregung!
    Liebe Grüße, Lena

    • Liebe Lena,
      das geht uns auch häufig so mit dem Bananenbrot – kaum gebacken, schon aufgemampft. 🙂
      Freut mich sehr, dass das Rezept Dich inspiriert hat.
      Viele Grüße
      Julietta

  9. Hallo Julietta !
    das Banana bread ist im Oven 🙂 Ich hatte leider keinen Apfelmus also hab ich normale Apfel und ein bisschen mehr Ahornsirup genommen. bin gespannt ob es so geklappt hat, wie ich es mir erhoffe.

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