Sieben Wochen mit Bananabread

Hallo ihr Lieben,

ich bin spät dran! Bereits seit Mittwoch ist Fastenzeit und ich will diesen Beitrag schreiben.

Aber ich habe eine kleine Ausrede – ich war mit Backen und mit meinem Jetlag beschäftigt! Seit Dienstag sind wir nämlich erst wieder in Deutschland – ja ihr habt richtig gehört! In der ach so langen Kohl-und-Rüben-Zeit habe ich mich heimlich weggeschlichen und war fast vier Wochen im Urlaub. Und das auf der anderen Seite der Weltkugel, wo gerade einfach unglaublich viel Saison hat! Wundervoll!!!!

Seit ich wieder da bin tüftle ich an einem Rezept für Banana Bread herum, in der Hoffnung, dass es heute bereit sein könnte für einen Blog-Beitrag – aber nichts da. Kein BananaBread – dafür aber einen um so schlimmeren Jetlag habe ich. Das ist sehr ungewöhnlich für mich, ist aber nun mal gerade so.

Dieses Jahr wird wieder gefastet – bei mir im Haushalt ein alljährliches Ritual, welches leider in den letzten Jahren immer wieder Anlass für Sonderregelungen, Ausnahmen und allderlei war. Dieses Jahr soll das anders werden.

Mein Mann und ich müssen jetzt nach einigen Jahren Arbeitsleben feststellen, dass wir auch schon mal fitter und besser ernährt waren. Dann kam irgendwie der Alltag und das Berufsleben dazwischen und auf einmal gab es sogar am Wochenende schonmal was vom Lieferdienst. Und das obwohl ich so gerne koche! Besonders schlimm war es letztes Jahr im Dezember. Mit dem Blogstart und der saisonalen Ernährung hat sich dann im Januar bereits soviel verbessert, dass an den Wochenende wieder gekocht (und jetzt auch fotographiert) wurde und ich mich viel mehr mit dem Thema Ernährung beschäftigt habe. Kurz vor dem Urlaub war dann wieder viel zu tun, aber wir hatten bereits angefangen darüber zu reden, dass sich mal wieder etwas ändern muss. Da kam es um so gelegener, dass die Fastenzeit am Tag unserer Rückkehr aus dem Urlaub beginnen würde. So wurde ein Plan gefasst!

Fasten: Sieben Wochen ohne …. .

Eine gute Freundin aus den USA hat sich für sieben Wochen ohne facebook entschieden – Hut ab! Wir wollen auf jeden Fall sieben Wochen ohne Fleisch! Für mich wird das nicht sonderlich schwierig, ich nenne mich gerne Teilzeitvegetarier, mag ohnehin das meiste Fleisch nicht und liebe Gemüse und Co.. Für meinen Mann jedoch schon!

Aber was dann? Sieben Wochen ohne ….

Zucker? Salz? (davon essen wir gerne zuviel) – Mir viel zu extrem!

Oder lieber so: Sieben Wochen vegan? Ob wir das schaffen?

Am Ende wurde es Sieben Wochen MIT.

Sieben Wochen MIT bewußterem Essen, mit weniger Zucker, mit weniger Salz, mit gesundem Bananabread.

Bananabread steht in diesem Fall für den Versuch alltagstaugliche Lebensmittel zu finden, die hochwertige Zutaten enthalten, gut vorzubereiten und mitzunehmen sind und den Mist ersetzen können, den mein Mann und ich sonst zwischendurch vertilgen.

Also auch sieben Wochen ohne Süßigkeiten im alltäglichen Sinne, das hieß für die vergangenen Tage in meinem Fall bislang: Kein Weingummi an der Supermarktkasse, kein Duplo in der Mittagspause, kein „Danke“-Merci auf der Arbeit, keine CapriSonne, kein Schweppes Bitterlemon zwischendurch, keine Schokolade nach Feierabend. Obwohl ich mich auf gar keinen Fall als Süßigkeiten-Junkie bezeichnen würde, habe ich mir offensichtlich seit Beginn meines Berufslebes angewöhnt ständig zwischendurch Dinge zu mir zu nehmen, in denen sich hauptsächlich Zucker versteckt und noch ganz viel Unfug, um eine möglichst lange Haltbarkeit zu gewährleisten. Bereits am dritten Tag bin ich geschockt, wie oft ich bewußt unterbrechen musste etwas in meinen Mund zu stopfen. Während ich schreibe fällt mir auf, dass ich heute ein Zuckerbonbon aus dem Glas bei uns auf der Arbeit gelutscht habe (gekaut eigentlich 😦 ) ohne, dass ich überhaupt darüber nachgedacht habe, was ich davon halte.

Jetzt denkt ihr Naja, EIN winziges Bonbon!!! Aber damit fängt es an. Das dumme Bonbon hat nicht einmal geschmeckt! Ich möchte wieder vermehrt genießen, was ich zu mir nehme und das geht besser, wenn es mir wirklich zusagt. Und in Maßen. Das ist ein weiteres Motto dieser Fastenzeit!

Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wieviel Freude mir das Fasten bereitet. Bis vor zwei Minuten hätte ich noch geschrieben: Sehr viel!!!!! Jetzt ist mir gerade aufgefallen, dass ich geplant hatte nach der Arbeit noch etwas zu kochen, anstelle mir eine Salattasche beim Imbiss zu holen und finde die Vorstellung gerade nur noch so ok…. Verstehen wir uns nicht falsch. Essen möchte ich viel lieber etwas Frisches – aber die Mühe und Anstrengung auf dem Weg dahin!!! Und WARTEN. Ihr seht, es wurde dringend Zeit für die Fastenzeit. Ich muss wieder zu mehr Achtsamkeit finden. Deshalb wird jetzt bewußt gegessen! Mit dieser Motivation habe ich fast schon wieder Lust noch etwas mit dem Essen zu warten, erst zu kochen. Vielleicht gehe ich auch noch fix laufen. Ein letztes Mal in meinen Zwanzigern, aber mehr dazu in Kürze.

Es grüßt euch, Julietta

P.S.: Falls ihr euch auch manchmal so fühlt: Es ist auch an Tag 3 noch nicht zu spät mit dem Fasten anzufangen. 😉

2 Kommentare zu “Sieben Wochen mit Bananabread

  1. Pingback: Drei Blogs, drei Kochlöffel und noch mehr Amaranth | julietta seasons

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