Gegen Winterdepressionen – Schokotarte

Blog-SchokotarteBildpaar

Ich kann auch süß!

Bislang waren meine Beiträge ja eher kohl-lastig, es soll ja schließlich hier um saisonales Kochen gehen.

Ich habe aber eine (heimliche) Leidenschaft, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Ich backe gerne! Schon seit ich klein bin, esse ich gerne (heimlich) bei Oma rohen Teig und liebe es, wenn aus Butter, Mehl und Zucker so wundervolle, hübsche Kreationen werden. Meine Mama backt nicht so gern, ihr geht zu oft etwas schief. Mich hat, Gott sei Dank, als ich klein war offensichtlich die Zuckerfee geküsst – mir geht fast nie etwas schief: Der Eischnee mag mich, Teig geht immer auf und Hefe und ich haben eine sehr herzliche Beziehung!

Am liebsten backe ich Torte. Die mag ich nicht besonders gerne essen (lieber einen Keks aus mürbem Teig), aber die Zubereitung von Bisquitteig hat, meiner Meinung nach, etwas Meditatives.

Alles hat angefangen, als ich für meine Hochzeit eine Torte brauchte und der Bäcker meines Vertrauens Betriebsurlaub hatte. Skandal! Eben dieser Bäcker, beziehungsweise seine Tochter, brachten mich auf die Idee die Torte selber zu backen. Seither bin ich der Tortenbackerei verfallen. Aber mehr dazu ein Andernmal.

Gestern habe ich für euch eine Schokotarte gezaubert – gegen die gedrückte Stimmung bei Lichtmangel im Winter. Ein anerkanntes Antidepressivum ist Schokotarte zwar nicht, aber die Stimmung hebt sie trotzdem.

Das ursprüngliche Rezept stammt aus dem wundervollen Magazin Lust auf Genuss, ich habe es aber ordentlich abgewandelt. So mache ich meine Schokotarte:

BlogJulietta-Schokotarte-1

Man nehme für den Mürbeteig:

150g helles Dinkelmehl

50g Weizenmehl

50g gemahlene Haselnüsse

115g weiche Butter

50g (brauner) Zucker

2 Eigelb

1 großzügige Messerspitze Backpulver

1 großzügige Prise Salz (eher 2)

(Hübscher sieht es mit dunklem Teig aus, also wenn vorhanden nach Belieben Kakao untermischen)

Ein Packung Trockenerbsen und Backpapier zum Blindbacken.

Man nehme für die Füllung:

150g Zartbitterschokolade nach Wahl (ich finde es wichtig, dass man eine Schokolade auswählt, die einem schmeckt)

135g Butter

100g Zucker

4 Eier

100g Saure Sahne

1/2 TL Koriander, gemahlen

1 Messerspitze Zimt

Zubereitung:

1.) Mürbeteig:

Butter mit Eigelben, Zucker und Salz vermischen. Mehl, Haselnüsse, Backpulver (und ggf. Kakao) hinzufügen. Gut zu einem Teig verkneten, es aber nicht übertreiben, da Mürbeteig ja mürbe bleiben soll!
 In Frischhaltefolie einwickeln und im Kühlschrank mindestens 1h ruhen lassen. Zwischendurch Backofen vorheizen (meiner bei Umluft 175 °C).

Teig in Tarteform verteilen und gut den Rand hochdrücken. Ich rolle den Teig nie aus, mache es immer wie mein Opa und drücke ihn einfach nur in der Form in Form. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen. Dann wird der Teig „blind“ vorgebacken, d.h. Auf dem Teig kommt ein Stück Backpapier, welches mit z.B. Trockenerbsen beschwert wird. Ca. 20 Minuten Backen, danach Backpapier mit Erbsen entfernen.

2.) Füllung (am Besten zwischendurch vorbereiten):

Schokolade mit Butter im Wasserbad schmelzen lassen. Zucker mit Eiern und Koriander und Zimt ordentlich aufschlagen. Je Fluffiger, desto lockerer wird später die Tarte. Vorsichtig Saure Sahne unterheben und Schoko-Butter-Massen unterrühren. Ofen etwas runterregulieren (ca. 140°C). Füllung auf vorgebackenen Mürbeteig geben und die Tarte in ca. 40 – 45 Minuten fertig backen.

Heute hat das Backen, wie immer,  recht problemlos funktioniert, obwohl ich aus Tageslicht-Gründen unter Zeitdruck stand, dann ist aber doch etwas schiefgegangen! Die Fotos, die ihr hier seht, sind nur die Zeitvertreibs-Bilder am Backofen, als die Tarte etwas auskühlen musste. Die Bilder sollten viel aufregender werden, aber auf dem Weg zur „Lokation“ ist es passiert! Die ultraheiße Tarteform (ich war offensichtlich nicht so geduldig beim Auskühlen lassen) hat mich aus dem Hinterhalt angegriffen und die Tarte flog im hohen Bogen durch die Küche. 😦

Dann waren nur noch diese Fotos möglich

Blog-Tarte-Unfall

Macht’s gut und viel Spaß beim Nachbacken.

3 Kommentare zu “Gegen Winterdepressionen – Schokotarte

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